[Anleitung] Basteln // Kissenfüllmaterial aus Polstern & Matratzen herstellen

Gestern habt ihr einen Einblick bekommen, wie ich größere Gebrauchsgegenstände/Möbelstücke auseinander nehme und einzelne Teile recycle. Glücklicherweise war es ein Schreibtischstuhl! 

Nicht zum ersten Mal stelle ich mir aus alten SchaumstoffPolster(n) meine DIY-Kissenfüllung her. ... Als ich euch damals 3 Säcke dieser selbst gemachten Kissenfüllung gezeigt hatte, wollten einige Leser mehr darüber erfahren. Nun, viele Monde später ist es so weit. Durch das Auseinander nehmen des Schreibtischstuhls, hatte ich endlich wieder Polster um euch etwas genauer zu zeigen, wie ich meine Kissenfüllung herstelle.



Material:
  • Schaumstoffposter (z.B. von alten Sitzmöbeln, Matratzen ...) 
  • Waschmittel


Werkzeug:



Anhand dieser reichlich bebilderten Diashow, gelingt dir die Umsetzung im Handumdrehen.


[eins] Poster zuschneiden: Ist das Polster sehr dick, dann schneidet die Stücken auf ca. A5 zurecht. Dünnes Polster kann ruhig A4 haben.


[zwei] Waschen: Achtung! Beladet die Waschmaschine max. zur Hälfte.
a) braucht das Polster Platz um durch die Maschine zu wirbeln 
b) das mit Wasser getränktes Polster ist extrem schwer. Ist die Maschine zu voll beladen dreht sich irgendwann die Trommel nicht mehr und im schlechtesten Fall geht die Maschine kaputt. Wer sich nicht ganz sicher ist, wäscht die Polster per Hand - ist aber sehr mühevoll!

Wer sicher gehen will, aber trotzdem in der Maschine waschen will: schaut in die Bedienungsanleitung eurer Waschmaschine: Mit wie viel kg Wäsche könnt ihr eure Maschine max. beladen? Dann nehmt ihr euch ein paar ProbepolsterStücken taucht sie ins Wasser bis sie komplett vollgesaugt sind. Ab mit den patschnassen Polsterstücken auf die Waage und nun wisst ihr wie viel Polster ihr in die Waschmaschine schmeißen könnt. Ist zwar aufwändig, aber bei einer großen Menge an Polster (z.B. einer SchaumstoffMatratze) sehr hilfreich.


[drei] Trocknen: Je nach Umgebungstemperatur / Dicke und Größe des PolsterStückes kann das gern mal 3-5 Tage dauern. Ja, beim Recycling braucht man manchmal Geduld!


[vier] Schneiden: Je kleiner ihr die Flocken macht, umso gleichmäßiger sieht hinterher das gefüllte Kissen aus. Wenn ihr die Flocken zu groß macht und ihr das spätere Kissen nicht richtig satt füllt, könnten sich auf euren Kissen hässliche Hügel und Dellen abzeichnen. 


[fünf] schärfen: Durch das Schneiden des Polsters wird die Klinge leider sehr schnell stumpf. Damit ich nicht Unmengen an Cuttermesser-Klingen verschleiße, schärfe ich die Klingen zwischendurch immer wieder auf meinem Wetzstein nach. Das Schärfen funktioniert genauso gut, wie bei normalen Küchenmessern auch.

Mit einer stumpfen Klinge schneidet ihr euch bei diesem Projekt sehr schnell in die Hände. Das haben meine Hände bei den ersten paar zerschnittenen Polstern öfters mal zu spüren bekommen. Passt also bitte auf eure Fingerchen auf!
Bei der Schere braucht ihr euch über das Stumpf-werden, keine Gedanken zu machen. Bei mir war das zumindest nie der Fall. Sollte die Schere doch ihre Schnittkraft verlieren, einfach über den Wetzstein ziehen. Das funktioniert nämlich auch.



Für all meine Kissen verwende ich (fast) ausschließlich diese DIY-PolsterFlocken. 
Klar, es ist eine Schweinearbeit (mit einer ca. 90 x 180 cm großen Matratze -täglich 1-2 Stunden schneiden- war ich ein paar Wochen beschäftigt). Aber es ist eine gute abends-vor-dem-TV-Beschäftigung :o)



ein paar Beispiele, wo ich die Flocken verarbeite:
















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