[Recycling] Nähen // Nähmaschinenhülle aus Bettwäsche nähen


Im Inneren einer jeden Nähmaschine verbirgt sich viel Feinmechanik. Damit das gute Stück auch lange ihren Job erledigen kann, sollte man regelmäßig Vorsorgemaßnahmen treffen. Vorsorge ist schließlich besser als Nachsorge! (Außerdem kann Nachsorge teuer werden. Oft löst ein Teil eine Kettenreaktion aus und ein/zwei andere Teile gehen ebenfalls kaputt.) 

Neben regelmäßigen Ölen (mit einem speziellen Nähmaschinenöl²) und Austauschen von Verschleißteilen, gehört auch der Schutz vor Staub dazu! Und somit komme ich zum eigentlichen Thema des heutigen Artikels - der alten/neuen Nähmschinenhülle.



*Ironie* Ist sie nicht wunderhübsch! Eine tolle, gratis-zum-Kauf, Nämaschienenhülle. 
Unscheinbar und Langweilig. Aus diesem Grund kam die Haube bei mir nie zum Einsatz. Am Ende jedes Nähtages habe ich einfach ein größeres Stück Stoff über die Nähma gelegt. 
Ganz nach dem Sprichwort: der Schuster trägt die schlechtesten Schuhe 




Jetzt war es aber an der Zeit, der Nähmaschine eine würdige Hülle zu nähen!
Dazu habe ich von der Standarthaube alle Nähte aufgetrennt - so, dass quasi das Schnittmuster wieder zum Vorschein kam. Meine Schnittmuster-Vorlagen hatte ich schon mal. Das ersparte mir das messen, grübeln, rum tüfteln ... Manchmal kann es so einfach sein.




Die Vorlagen wurden auf den neuen Stoff übertragen. Applikationen, Schrägbänder und Zierbänder hergestellt.




Die Vorderseite der Hülle wurde reichlich mit den hergestellten Applikationen, und einem Schrägband verziert ...



Neben einem Schrägband und den Viereck-/ Stern-Applikationen, gesellten sich auch noch Knöpfe. Die Sternen-Knöpfe habe ich aus ofenhärtender Modelliermasse hergestellt und zusätzlich noch mit einer Prägung versehen. 




Damit die Haube etwas "steifer" wird und auch von allein stehen kann, habe ich die Schnittteile der Originalhaube mit verarbeitet. 
Das heißt, ich habe meine neu zugeschnittenen Stoffteile mit den OriginalSchnitteilen vernäht. (Die OriginalHaube war aus einer Art sehr steifen Wachstuch hergestellt. Durch die Kombination beider Materialien ist die Haube robust und ansehnlich zugleich.)
Nachdem beide Materialien zusammen genäht waren, wurden die Schnittmuster zur fertigen Haube vernäht. Zum Schluss die Nahtzugaben nur noch in ausfranzenden Jeans"Schrägbändern" verstecken - fertig ist die alte/neue  Hülle für die Nähmaschine.





folgende Materialien habe ich verwendet:

recycelt: Stoff (Jeanshose, Bettdeckenbezug, Bluse, Hemd) ~ Knöpfe ~ Original NähmaschinenHülle 

neu: Nähgarn ~ Motivknöpfe


Verhüllungs-Sew Along Anfang, Mittendrin, Finale)

[Artikel enthält Affiliate -Links²]

0 Kommentare