[Recycling] Nähen // Flicken-Poncho aus einer kaputten Wolldecke nähen

Stück für Stück sammeln sich immer mehr selbstgenähte Upcycling-Fashion in meinem Kleiderschrank ... und ich liebe es! Kann es kaum erwarten, bis mein Kleiderschrank nur noch aus diesen DIY-Unikaten besteht.

Gerade ist ein luftiger Poncho mit Rollkragen, frisch von der Nähmaschine gehüpft. Gedacht ist er für die Übergangszeit.  

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Das ich heute einen tragbaren Poncho in der Hand halten kann, dass stand am Anfang des Projektes noch in den Sternen. Zeitweise wollte ich das Projekt sogar ganz aufgeben ....


Alles begann mit dieser alten Wolldecke, die ich vor der Mülltonne rettete. Die Farben und das Muster weckten sofort mein Interesse für das Projekt Poncho-nähen. Leider hat die Decke in etwa 25 Jahren Lebenszeit, schon so einiges mitgemacht. Als ich sie übernahm stank sie stark nach Benzin und hatte mehr Löcher/Risse als ein Schweizer Käse.

Mir graute es davor die Decke in die Waschmaschine zu stecken. Gottseidank überstand sie den Schonwaschgang ohne weitere Risse/Löcher.


Die Decke war gewaschen und getrocknet und dann ... fing die eigentliche Arbeit an. Wie sollte ich aus so einer ramponierten Decke überhaupt einen Poncho nähen??? Eine halbe Stunde messen, grübeln, planen, umplanen und Kompromisse eingehen, konnte ich Stoff für das geplante Kleidungsstück zuschneiden. Es blieb sogar noch etwas Stoff für einen kuschligen Rollkragen übrig. 


Die größten Risse und Löcher hatte ich zwar verbannt, jedoch war mein Stoff nun mit klitzekleinen Löchern überseht, die irgenwie "gestopft" werden wollten.


Da kam mir nur eins in den Sinn- "Flicken" applizieren. Es sollte aber mal etwas Neues sein. Ich wollte nicht den gleichen Arbeitsweg gehen wie beim XXL Sitzkissen aus einer Sofadecke oder der geretteten Lieblingsjacke. Dieses mal habe ich die Flicken (ausgeschnitten aus den Deckenresten) auf die linke Poncho-Seite appliziert und dann auf der rechten Seite, das Loch innerhalb der Applikation ausgeschnitten ...


... der Flicken blitzt nun durch das Fenster hervor und die Kannten dürfen bis zum doppelt-genähten Zickzack-Stich auftrotteln. Natürlich hätte ich auch kontrastreiche Flicken aufnähten können ... mir gefällt es aber genau so! ... weil es wunderbar harmoniert und aussieht, als wäre es nie anders gewesen.


Zum Glück bin ich mit 165 cm recht klein. Wäre ich größer gewesen, hätte der Stoff absolut nicht ausgereicht. 

Obwohl ich den Sommer jetzt schon vermisse, freu ich mich auf die Übergangszeit zum Herbst hin. Dann wird meine neues Lieblingsstück, regelmäßig zum Einsatz kommen.


Folgende Materialien habe ich verwendet:

recycelt: Wolldecke

neu: Nähgarn ~ Label


[verlinkt auf AWS,  Mmi, meertje]

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